1. Juli – Tag gegen antimuslimischen Rassismus – SPD-Fraktion steht für eine Stadt ohne Rassismus
1. Juli – Tag gegen antimuslimischen Rassismus – SPD-Fraktion steht für eine Stadt ohne Rassismus
Wir erinnern an den 1. Juli, den bundesweiten Tag gegen antimuslimischen Rassismus. An diesem Tag wird der Ermordung der schwangeren Muslima Marwa El-Sherbini gedacht, die 2009 im Landgericht Dresden aus rassistischen Motiven erstochen wurde.
Dieser Mord ist kein Einzelfall geblieben. Die Zahl der antimuslimischen Vorfälle ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Laut dem von CLAIM veröffentlichten Lagebild zum antimuslimischen Rassismus wurden für das Jahr 2025 bundesweit 4.096 Vorfälle dokumentiert – mehr als elf pro Tag. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch, der aufgrund seines tatsächlichen oder vermeintlichen muslimischen Glaubens beleidigt, diskriminiert, bedroht oder angegriffen wurde.
Frankfurt ist davon nicht ausgenommen. In Frankfurt leben mehr als 150.000 Menschen mit muslimischem Glaubenshintergrund. Sie engagieren sich in Vereinen, Moscheegemeinden, Schulen, Unternehmen, Gewerkschaften und im Ehrenamt. Sie sind Teil der Stadtgesellschaft und des demokratischen Zusammenlebens.
Wer Menschen aufgrund ihres Glaubens ausgrenzt oder angreift, greift die Grundwerte unseres Zusammenlebens an. Antimuslimischer Rassismus ist kein Randproblem, sondern traurige Realität für viele Frankfurterinnen und Frankfurter.
Wir stehen für den Kampf gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung. Im neuen Koalitionsvertrag verpflichtet wir uns zur Weiterentwicklung der bestehenden Aktionspläne gegen antimuslimischen Rassismus, Antisemitismus, Rechtsextremismus, Queerfeindlichkeit und Antiziganismus.
Mit diesem Bekenntnis im Koalitionsvertrag positionieren wir uns klar gegen Rassismus. Denn Vielfalt ist nicht die Herausforderung, sondern die Stärke unserer Stadt. Sie gelingt jedoch nur, wenn alle Menschen die gleiche Würde, die gleichen Rechte und die gleiche Sicherheit erfahren. Der 1. Juli ist deshalb auch in diesem Jahr ein Tag des Erinnerns und ein Auftrag für uns alle, eine offene und solidarische Stadtgesellschaft gemeinsam zu gestalten.