Umsteigen leicht gemacht

Ein Beitrag von

Ihr Stadtverordneter für den Ältestenausschuss, Haupt- & Finanzausschuss sowie für den Ausschuss Verkehr.

Das 365-Euro-Ticket für Busse und Bahnen

Wenn der Autoverkehr in Frankfurt reduziert werden soll, müssen wir den Menschen attraktive und kostengünstige Alternativen bieten. Eine entscheidende Rolle kommt dabei dem öffentlichen Personenverkehr zu. Mein Ziel als verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Römer bleibt ein 365-Euro-Ticket, so wie es dies für Schülerinnen und Schüler schon gibt und für Seniorinnen und Senioren ab 1.1.2020 eingeführt wird. 

Ohne weitere Investitionen in den öffentlichen Personenverkehr und günstige Fahrpreise können vermutlich zu wenige Menschen zum freiwilligen Verzicht auf die Fahrt im eigenen Auto bewegt werden. Frankfurt mit seiner stetig wachsenden Bevölkerung und der extrem hohen Zahl von Einpendlern würde buchstäblich ersticken und Fahrverbote wären die unangenehme Folge. Amtliche Prognosen gehen davon aus, dass bis zum Jahre 2030 die Einwohnerzahl in Frankfurt von 750.000 auf 830.000 steigen wird und schon jetzt überqueren insgesamt 475.000 Fahrzeuge werktäglich die Stadtgrenzen. Mein Ziel ist es, Mobilität für alle zu schaffen und unnötigen Verkehr zu vermeiden. Das geht nur, wenn möglichst viele Strecken in Frankfurt zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem ÖPNV zurückgelegt werden. 

Das Angebot wurde seit 2016 verbessert und die Preise wurden gesenkt 

Mit emissionsarmen, umweltverträglichen und energieeffizienteren Techniken und digital gestützten intelligenten Verknüpfungen unterschiedlicher Mobilitätsangebote müssen wir für alle Menschen eine sichere und kostengünstige Mobilität gewährleisten. Dabei müssen wir nicht bei null beginnen, auch wenn in der Verkehrspolitik unter der Führung von CDU und Grünen jahrelang Stillstand herrschte. Dank des Engagements von Oberbürgermeister Peter Feldmann und Verkehrsdezernent Klaus Oesterling haben wir aber seit Mitte 2016 auch beim öffentlichen Personenverkehr viel erreicht: Der Nachtverkehr durch U-Bahnen und Straßenbahnen wurde ausgebaut. So fahren die U4, U5, U7 und U8 sowie die Straßenbahnlinien 11, 12, 16 und 18 in den Wochenendnächten im halbstündlichen Takt und verbinden die Stadtteile miteinander. Die Preise für Tickets wurden erstmals gesenkt und die Preisspirale durchbrochen. Eine Tageskarte kostet nun statt 7,20 nur noch 5,35 Euro, ein Einzelticket für Erwachsene statt 2,90 nur noch 2,75 Euro. Auch für Kindertickets wurde der Preis gesenkt. Eine Einzelkarte kostet 1,55 statt 1,65 Euro und ein Tagesticket nur noch 3,00 statt 4,20 Euro. Das Seniorenticket ermöglicht derzeit einen Preis von 1,50 Euro am Tag. 

Wir brauchen mehr Busse und Bahnen

Die Kapazitäten bei Bussen und Bahnen werden ausgebaut. Die Stadt hat fünf neue Elektrobusse gekauft und 43 neue Straßenbahnen sowie 22 neue U-Bahn-Mittelwagen erworben. Es wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein, zusätzliche Kapazitäten für den ÖPNV zu schaffen Deshalb ist eine Verkehrsplanung gemeinsam mit den Kommunen und Landkreisen in der Region unabdingbar. Wir wollen u.a. eine Straßenbahnverbindung nach Bad Vilbel und die Verlängerung der Linie 17 durch Neu-Isenburg bis nach Dreieich. Die Linie 16 muss wieder von Oberrad bis Offenbach fahren und Teil einer Ringlinie Oberrad – Offenbach –Fechenheim- Hanauer Landstraße werden. Bei der Finanzierung müssen die Nachbarkommunen ihren Anteil tragen. Auch im S- und U-Bahn-Netz werden wir weitere Projekte realisieren, dazu zählen unter anderem: der viergleisige Ausbau der S6 nach Bad Vilbel, der S-Bahn-Anschluss Gateway Gardens (S8/S9), die Stadtbahn-Verlängerung ins Europaviertel (U5), die U-Bahn-Verlängerung Gonzenheim – Bad-Homburg (U2), die nordmainische S-Bahn nach Hanau und die U-Bahn-Verlängerung Preungesheim – Frankfurter Berg (U5).

Der Lückenschluss zwischen der Bockenheimer Warte und Ginnheim wird derzeit intensiv geprüft. Ich favorisiere dabei – trotz der erheblich höheren Kosten – eine eigene Station für den Uni-Campus Westend. Allerdings fordere ich das Land dazu auf, sich an diesen Mehrkosten angemessen zu beteiligen.  

Generell müssen wir gewährleisten, dass der Ausbau des ÖPNV-Netzes mit dem Wachstum der Stadt einhergeht. 

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