Verkehr

Verkehr ist ein Frankfurt ein besonders wichtiges Thema. Mobilität ist der Motor unserer Gesellschaft. Deshalb ist ein leistungsfähiges und komfortables Verkehrssystem unverzichtbar. Wir setzen dabei besonders auf öffentlichen Nahverkehr, Fahrräder und andere innovative Ideen. Der Autoverkehr soll nicht verboten werden - aber wir wollen bessere Alternativen schaffen.

Auf einen Blick: Verkehr und Mobilität in Frankfurt

Alle Menschen sollen sich schnell, umweltfreundlich und günstig in Frankfurt bewegen können. Unser wichtigsten Ziele für den Verkehr in Frankfurt sind: 

  • Busse und Bahnen müssen schnell erreichbar sein und möglichst häufig fahren.
  • Wir wollen ein Jahresticket für den ÖPNV für nur einen Euro am Tag, also für 365,- Euro im Jahr, durchsetzen.
  • Es soll keine Fahrverbote für Autos in Frankfurt geben!
  • Straßen, Radwege und Fußwege müssen in einem guten Zustand sein.
  • Die Zahl der sicheren Radwege muss schnell erhöht und auch Fußgänger müssen wirkungsvoll geschützt werden.
  • Die Kontrolle des Verkehrs muss verbessert werden um die Menschen zu schützen. 
  • Wir wollen die E-Mobilität und das Teilen von Autos und Rädern unterstützen.
  • Langfristiges Ziel ist eine Innenstadt, in der möglichst wenig Autos fahren müssen, weil es dann bessere Alternativen gibt!

ÖPNV: Bus und Bahn

Der öffentliche Nahverkehr steht für uns im Zentrum der frankfurter Verkehrspolitik. Mit dem ÖPNV können wir viele Menschen schnell und umweltfreundlich transportieren und so Staus und viele Belastungen vermeiden. Ohne die vielen Menschen, die täglich in Frankfurt Busse und Bahnen nutzen, wäre auf den Straßen längst das Chaos ausgebrochen! Wir müssen es also schaffen, dass noch mehr Frankfurterinnen und Frankfurter auf Busse und Bahnen umsteigen und das Auto stehen lassen – oder sogar ganz auf ein eigenes Auto verzichten.

Das 365-Euro-Ticket für Frankfurt

Nahverkehr muss für alle Menschen in Frankfurt bezahlbar sein! Heute sind die Preise noch zu hoch – und decken trotzdem noch immer nicht alle Kosten. Wir sehen den ÖPNV aber als öffentliche Aufgabe an und wollen daher den Nahverkehr noch stärker fördern. In diesem Jahr haben wir deshalb ein Ticket für Schülerinnen und Schüler eingeführt, was nur einen Euro am Tag kostet. Unser Ziel ist es, dieses Jahresticket – das sogenannte 365-Euro-Ticket – für alle Frankfurterinnen und Frankfurter zu schaffen!

Mehr Busse und Bahnen 

Die wachsende Einwohnerzahl Frankfurts und die immer größere Zahl von Passagieren führen dazu, dass zu bestimmten Zeiten die Busse und Bahnen sehr voll sind. Ja, der ÖPNV in Frankfurt ist oft überlastet. Wir arbeiten daran, dieses Problem zu beheben! Dabei setzen wir auf Taktverdichtungen und mehr Busse und Bahnen. Dies ist aber ein großes Projekt – allein die Lieferzeiten der Hersteller dauern oft Jahre. Wir setzen uns mit aller Kraft dafür ein, den Nahverkehr in Frankfurt so schnell wie möglich weiter zu verbessern.

Busse und Bahnen in Frankfurter Hand

Der öffentliche Nahverkehr ist für uns eine öffentliche Aufgabe. Wir lehnen daher weitere Privatisierungen strikt ab! Der Schienenverkehr, also die Straßenbahnen und U-Bahnen, sollen in kommunaler Hand bleiben und auch künftig von den Verkehrsbetrieben Frankfurt, also der VGF, betrieben werden. Aber auch im Busverkehr wollen wir erreichen, dass die Stadt Frankfurt weiter stark beteiligt bleibt. Künftig wird daher die Hälfte der Frankfurter Busverkehrsleistungen direkt an die kommunale VGF bzw. deren Tochtergesellschaften vergeben. 

Informationen zu Störungen im öffentlichen Personenverkehr sind unter www.vgf-ffm.de/de/home/  abrufbar bzw. für den gesamten RMV unter www.rmv.de

Mit dem Auto in Frankfurt

Das Auto ist noch immer eines der wichtigsten Verkehrsmittel. Uns ist bewusst, dass es viele Situationen gibt, in denen dieser Individualverkehr nötig und für die Menschen in Frankfurt sehr wichtig ist. Ja, wir wollen den Autoverkehr in Frankfurt reduzieren, besonders in der Innenstadt. Dabei lehnen wir aber Fahrverbote klar ab. Wir wollen niemand das Autofahren verbieten. Wir arbeiten daran, Staus zu vermeiden und bessere Parkmöglichkeiten zu schaffen.

Immer nur Stau?

Staus sind einer größten Ärgernisse für die Frankfurter Autofahrerinnen und Autofahrer.  Wir wissen, dass es zu bestimmten Zeiten kein Vergnügen ist, in der Stadt mit dem Auto unterwegs zu sein. Auch wenn die Hessische Landesregierung angesichts drohender Fahrverbote die Einrichtung von Pförtnerampeln an der Frankfurter Stadtgrenze  mittlerweile erlaubt bzw. sogar fordert, wird es nicht möglich sein diese Situation grundlegend zu verbessern. Im Frankfurter Osten erhoffen wir uns eine Entspannung der Situation mit der Fertigstellung des Riederwaldtunnels. Mit Ausnahme neuer lokaler Erschließungsstraßen ist der Riederwaldtunnel aber wohl das einzige wirklich realistische Erweiterungsprojekt für unser Straßennetz. Eine Entlastung lässt sich also nur durch ein digitales intelligentes  Verkehrsleitsystem und eine verbessertes Baustellenmanagement erreichen. Dafür werden wir uns einsetzen.

Die Frankfurter Straßen

Das Frankfurter Straßennetz hat eine Gesamtlänge von über 2000 Kilometern , dessen  Unterhaltung jedes Jahr viele Millionen Euro kostet. . Trotzdem wird zu Recht kritisiert, dass einige Straßen nicht in einem guten Zustand sind. Der Sanierungsstau ist leider so groß, dass hier nicht schnell Abhilfe geschaffen werden kann. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern auch die personellen Möglichkeiten der Ämter und der ausführenden Firmen sind einfach stark begrenzt. Zwei wichtige Sanierungsprojekte sollen aber in Kürze beginnen. Neben der Schwarzwaldstraße in Niederrad, soll endlich auch die Sanierung der Wilhelmshöher Straße in Angriff genommen werden. Wir sagen aber ehrlich und offen: Trotz aller Anstrengungen werden viele Sanierungen noch warten müssen.

Wir sind gegen Fahrverbote!

Kaum ein Thema ist in den vergangenen Monaten so kontrovers diskutiert worden wie die drohenden Fahrverbote in Frankfurt. Vor allem durch alte und ältere Dieselfahrzeuge sind einige Straßenzüge stark mit Stickoxiden (NOx) belastet. Wir sagen: Fahrverbote müssen unbedingt vermieden werden. Sie treffen vor allem diejenigen, die sich keine neuen Fahrzeuge leisten können oder gerade erst Geld in ein Auto investiert haben. Fahrverbote sind unsozial!

Das Problem ist, dass wir und die Stadt Frankfurt darüber nicht allein entscheiden können. Fahrverbote können durch einen Gerichtsbeschluss angeordnet und müssen von der Stadt umgesetzt werden. Verantwortlich sind dann leider Land und Bund mit der Gesetzgebung – und auch die Autohersteller. In 2019 ist eine solche Anordnung von Fahrverboten nicht mehr zu befürchten. Jedoch muss das Land Hessen in diesem Jahr durch geeignete Maßnahmen nachweisen, dass die Schadstoffbelastung auch ohne Fahrverbote gesenkt werden kann. Ob ein streckenbezogenes oder flächendeckendes Fahrverbot in Frankfurt angeordnet wird, dürfte sich daher erst Anfang des kommenden Jahres entscheiden. Wir machen uns für Alternativen weiter stark!

Parken: Das Auto abstellen

In Sachen Parken ist Frankfurt gut aufgestellt! Es gibt keinen Mangel an kostenpflichtigen Parkplätzen, von Ausnahmen an absoluten Spitzentagen, wie z.B. im Weihnachtsgeschäft, einmal abgesehen. Auch die Preise für diese Parkplätze sind im Vergleich zu vielen vergleichbaren europäischen Städten sehr fair und nicht zu hoch. 

Was die drohenden Fahrverbote mit Parken zu tun haben

Die gute Parksituation in Frankfurt muss sich aber voraussichtlich leider etwas verändern. Um Fahrverbote in Frankfurt zu vermeiden gibt es einen Maßnahmenplan, in dem auch eine Ausweitung kostenpflichtiger Parkzonen und eine Erhöhung der Parkgebühren Bestandteil ist. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat dies ganz unmissverständlich eingefordert. Ziel ist es, besonders Pendlerinnen und Pendler dazu zu animieren, häufiger den öffentlichen  Personenverkehr zu nutzen. Dies wird leider viele Menschen belasten. Wenn dadurch aber wirklich Fahrverbote vermieden werden können, ist viel erreicht.

Pendlerparkhäuser

Für viele Menschen ist auf dem Weg in die Stadt das eigene Auto für bestimmte Strecken unverzichtbar. Wir wollen Pendlern aber helfen, so früh wie möglich auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen zu können. Pendlerparkplätze und –parkhäuser, also sogenannte Park and Ride (P+R) Parkhäuser und Parkplätze, spielen hier eine wichtige Rolle. Deshalb wollen wir dieses Angebot weiter ausbauen und verbessern. So ist das Pendlerparkhaus an der Borsigallee voll ausgelastet und wir setzen uns für eine Erweiterung, bzw. ein zweites Parkhaus ein. Wir wollen, dass neue Pendlerparkhäuser errichtet werden, bzw. bestehende Anlagen ausgebaut werden. Dies ist aber nicht überall möglich. Daher müssen auch im Umland entlang der S-Bahn-Strecken weitere Pendlerparkplätze entstehen. Damit vermeiden wir auch, dass Pendler in Wohngebieten parken – denn darunter leiden viele Anwohner ganz besonders.

Fahrräder in Frankfurt

Fahrräder sind ein großartiges Verkehrsmittel! Fahrräder nehmen nur wenig Platz weg, sind leise und verursachen keine Abgase und Schadstoffe in der Luft. Und Fahrradfahren tut auch noch den Radfahrerinnen und Radfahrern gut! Deshalb hat die Förderung des Radverkehrs für uns eine hohe Priorität. Durchgehende und sichere Radwege sind ein wichtiger und vergleichsweise günstiger Baustein zur Reduzierung des Autoverkehrs und zur Verringerung der Schadstoffbelastung.

Radwege –  Mehr Platz für Radler

Der Radverkehr steigt und steigt. Wir haben in den vergangenen Jahren hart daran gearbeitet, Frankfurt für Radfahrer sicherer und attraktiver zu machen. Viele neue Radwege wurden gebaut und ärgerliche Lücken im Radwegenetz geschlossen. Im Verkehrsdezernat gibt es inzwischen sogar ein eigenes Radfahrbüro. Damit sich dieser Trend fortsetzt und noch mehr Menschen auf das Rad umsteigen bleibt viel zu tun. Neue Radwege zu schaffen ist nicht einfach. An vielen Stellen müssen wir für bessere und sichere Radwege die Straßen für Autos oder auch Parkplätze verkleinern. Aber auch dafür sind wir offen und versuchen, den Interessen aller Menschen in Frankfurt hier gerecht zu werden. Ein Beispiel ist die Forderung nach einem durchgehenden Radweg von der Friedberger Warte bis zum Main. Hier müsste an manchen Stellen die Straße auf eine Spur für Autos reduziert werden. Wir sagen: Das würde sich lohnen!

Der Radentscheid

Den Ärger vieler Radfahrer, der im Radentscheid seinen Ausdruck gefunden hat, können wir gut verstehen und teilen ihn. Leider können nicht alle Forderungen aus dem Radentscheid sofort umgesetzt werden. Aber wir arbeiten daran! Derzeit laufen Gespräche zwischen den Initiatoren des Radentscheids und der Stadtpolitik. Wir werden gemeinsam soviel wie möglich für die Radfahrer in Frankfurt verbessern.

Leihfahrräder

Wir finden Leihfahrräder großartig. In Frankfurt es derzeit derzeit vier gewerbliche  Anbieter von Leihfahrrädern. Wir müssen aber aufpassen, dass kein Chaos entsteht. Blockierte Rad- und Fußwege durch unachtsam abgestellte Leihräder sind nicht akzeptabel. Damit wir hier bessere Möglichkeiten haben einzugreifen und Probleme zu verhindern prüfen wir derzeit, ob und wie eine Genehmigungspflicht für Anbieter von Leihfahrrädern eingeführt werden kann.

Lastenräder

Fahrräder können auch für den Transport von Gütern und Waren genutzt werden! Der  radelnde Postbote ist längst nicht mehr allein – die Warenanlieferung per Lastenrad erfreut sich wachsender Beliebtheit. Die Paktedienste sind Vorreiter und nutzen für die Auslieferung in der Innenstadt zunehmend elektrisch angetriebene Lastenräder. Eine Entwicklung die wir unterstützen möchten, denn auch für andere Gewerbetreibende oder Handwerker kann ein Lastenrad eine preisgünstige und umweltfreundliche Alternative zum Auto darstellen. Wir wollen daher Handwerker und Gewerbetreibende bei der Anschaffung eines Lastenrades finanziell unterstützen.

Der Frankfurter Flughafen

Der Frankfurter Flughafen ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Jobmotor, gleichzeitig leiden viele Frankfurterinnen und Frankfurter unter dem Fluglärm.  Wir wollen die Lärmbelastungen senken ohne die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens zu gefährden.

Wir fordern daher  eine konsequente Einhaltung des bestehenden Nachtflugverbots zwischen 23:00 Uhr und 5:00 Uhr und haben mit unseren Koalitionspartnern vereinbart, dass wir uns für eine Reduzierung der Flugbewegungen zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr sowie zwischen 5:00 Uhr und 6:00 Uhr einsetzen. Allerdings besitzt die Stadt Frankfurt hier keine eigenständigen Handlungsmöglichkeiten. Sofern es dafür politische Mehrheiten gibt, wollen wir ein Nachtflugverbot zwischen 22:00 Uhr und 6:00 Uhr durchsetzen.

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