Stadt der Vielfalt

Frankfurt ist die Stadt der Vielfalt. Ein bunter Schmelztiegel der Kulturen und Ideen – und doch typisch hessisch. Frankfurt ist das beste Beispiel gelungener Integration und gelebter Vielfalt. Das wollen wir weiter fördern! Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen in Frankfurt gut leben können und gleiche Chancen bekommen. Mit klaren Regeln, gemeinsamen Werten und gegenseitiger Wertschätzung sichern wir dabei Akzeptanz und ein friedliches Miteinander.

Auf einen Blick: Vielfältiges Frankfurt

Frankfurt bietet ein reiches Angebot an Kultur, Kulinarik, Bildungs- und Freizeitaktivitäten. Viele Menschen haben hier eine neue Heimat gefunden. Für Extremismus und Intoleranz gibt es in Frankfurt keinen Platz. 

  • Wir schaffen mit dem neuen Zentrum für interkulturelle Begegnung und Bildung einen Ort frei von Vorurteilen.
  • Für eine gleichberechtigte Teilhabe und Chancengleichheit bieten wir Sprach- und Integrationskurse für Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete an.
  • Bedingungslose Akzeptanz und Wertschätzung fördern wir mit der LSBTIQ*-Koordinierungsstelle im Amt für multikulturelle Angelegenheiten.

Warum Integration für alle Menschen wichtig ist

Integration und Vielfalt geht uns alle an. Auch wenn wir scheinbar nicht betroffen sind, merken wir doch sehr schnell die Auswirkungen, wenn Integration scheitert und das Zusammenleben nicht funktioniert. Konflikte und Spannungen sind die Folge. 

Vielfalt ist eine wirtschaftliche Stärke!

Frankfurt ist Handelsstadt, eine Wirtschaftsmetropole. Eine vielfältige Stadt ist heute ein echter Wirtschaftsfaktor. Ja, unser Wohlstand hängt auch an erfolgreicher Integration und Weltoffenheit. Unternehmen aus aller Welt zieht es nach Frankfurt – auch und gerade weil wir hier alle Menschen offen willkommen heißen und Kunden und Fachkräfte gut und sicher aufgenommen werden. Die Frankfurter Unternehmen brauchen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind auf Zuwanderung zwingend angewiesen. Zum Wohlstand unserer Stadt tragen aber nicht nur jene Fachkräfte bei, die gezielt und freiwillig nach Frankfurt kommen. Auch Geflüchtete aus den vielen Krisenregionen dieser Welt, die ihre Heimat verlassen mussten, helfen mit, die wirtschaftliche Kraft Frankfurts zu stärken.

Frankfurt bietet das Beste aus allen Kulturen

Die rund 750.000 Bewohnerinnen und Bewohner Frankfurts kommen aus über 170 unterschiedlichen Nationen! In Sachen Vielseitigkeit ist Frankfurt also kaum zu übertreffen. Von internationalen Freizeitangeboten bis hin zu bilingualen Kindertagesstätten und Schulen bietet die Stadt eine breite Auswahl an Einrichtungen und Aktivitäten.

  • Kulturelle und wirtschaftliche Austauschprogramme führen in die 17 Partnerstädte Frankfurts in aller Welt.
  • Das von uns eingeführte Kulturticket ermöglicht Kindern und Jugendlichen, deren Eltern weniger als 4.500 Euro netto im Monat verdienen, bald freien Eintritt in alle Museen und in den Frankfurter Zoo.
  • Internationale Kultur- und Sozialeinrichtungen, wie das „Internationale Theater“ in Frankfurt oder das internationale Familienzentrum, kümmern sich um die soziale, pädagogische und psychosoziale Versorgung und Bildung.

Viele dieser Einrichtungen unterstützen wir bereits mit Fördergeldern. Die Stadt wird so den vielfältigen Bedürfnissen aller Frankfurterinnen und Frankfurter gerecht und sorgt dafür, dass sich jede Community bei uns zu Hause fühlen kann.

Vielfalt und Integration in der Frankfurter Stadtpolitik

In der Frankfurter Stadtpolitik haben die Themen Vielfalt und Integrationen einen festen Platz. Es gibt gleich mehrere Einrichtungen, Dezernate und Projekte, die sich darum kümmern.

Die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund ist ein besonders wichtiges Thema in Frankfurt. Deshalb haben wir das Integrationsdezernat in Frankfurt deutlich gestärkt. Seit 2016 wird es von Sylvia Weber (SPD) hauptamtlich geführt. Das ist auch gut so, denn es gibt viel zu tun – gerade wenn es um die Chancengleichheit geht. Aufgabe des Integrationsdezernats ist es, ein erfolgreiches Zusammenleben in der Gesellschaft zu stärken und den offenen Dialog mit allen Communities und Gruppen zu suchen.

Eine der wichtigsten Anlaufstellen für alle Bürgerinnen und Bürger mit Fragen zu Integration und Teilhabe ist das Amt für multikulturelle Angelegenheiten, kurz das AmkA. Es leistet bereits seit 30 Jahren eine wertvolle Arbeit, Menschen in Frankfurt zu integrieren und das Zusammenleben zu stärken. Mit dem Umzug und der Einbettung in das neue „Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung“ im Gallusviertel fördern wir seine Funktionen und bauen diese weiter aus. Hier wird politische Vielfalt praktisch gelebt und für alle greifbar.

Integration kann nur gelingen, wenn die gesamte Frankfurter Stadtgesellschaft an ihr mitwirkt. Das von uns entwickelte Integrations- und Diversitätskonzept bietet dafür wegweisende Grundlagen. Mit unserem Konzept ist Integrationspolitik eine Aufgabe, die alle Politik-, Verwaltungs- und Gesellschaftsbereiche betrifft und die Zugang zu allen allgemein öffentlichen Gremien ermöglichen sollte. Eines dieser Gremien ist beispielsweise die Kommunale Ausländer- und Ausländerinnenvertretung (KAV), die die Interessen aller Frankfurterinnen und Frankfurter mit Migrationshintergrund vertritt und es sich zum Ziel gesetzt hat, die Integration voranzubringen.

Wir finden: Genauso vielfältig wie die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Frankfurt selbst sollte auch ihre Verwaltung sein. So kann die Stadtverwaltung sich in die unterschiedlichen Lebenslagen der Menschen angemessen hineinversetzen. Wir arbeiten deshalb daran, den Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund in der Frankfurter Stadtverwaltung deutlich zu erhöhen sowie interkulturelle Kompetenzen zu stärken und auch zu schulen.

Queeres Frankfurt: Lesben, Schwule, Trans und mehr

Frankfurt ist auch eine queere Stadt! Wir sind bunt wie der Regenbogen. Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle, Transgender, Intersexuelle sowie queere und asexuelle Menschen werden aber noch immer ausgegrenzt und diskriminiert. Das wollen wir mit aller Kraft bekämpfen und allen Menschen helfen, so sein zu können, wie sie es eben sind, und frei zu leben. Im Amt für multikulturelle Angelegenheiten haben wir deshalb eine LSBTIQ*-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Geschlechtergerechtigkeit: Gleichberechtigung und Frauenpolitik

Der Traum von völliger Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern ist noch immer keine Realität geworden. Aber wir kämpfen dafür – auch hier, ganz konkret vor Ort in der Stadtpolitik in Frankfurt. Dazu gehört beispielsweise, dass wir uns dafür einsetzen, bei der Besetzung von städtischen Führungsposten Geschlechtergerechtigkeit sicherzustellen.

Auch für diejenigen, die in der sogenannten Sorgearbeit arbeiten, setzen wir uns ein. Heute wird dies als „Care-Work“ bezeichnet – also z.B. die Arbeit in der Pflege, im Krankenhaus, in der Kinderbetreuung und vieles mehr. Diese Arbeiten gelten noch immer als „Frauenberufe“. Oft sind sie sogar unbezahlt, wie in der Betreuung von Angehörigen und Kindern. Besonders dann sind es noch immer vorrangig Frauen, die diese unverzichtbare Arbeit machen. Wir müssen also auch Männer an dieses Thema aktiv heranführen. Deshalb haben wir ein spezielles Beratungsangebot für Männer in städtischen Diensten geschaffen, um sie über Rechte und Möglichkeiten bezüglich ihres Engagements in der Sorgearbeit aufzuklären. Wir wirken damit aktiv der extrem ungleichen Verteilung im Bereich der Sorgearbeit entgegen. 

Flüchtlinge in Frankfurt

Frankfurt war schon immer ein Ort der Zuflucht. Auch heute suchen viele Menschen hier Sicherheit und Schutz. Momentan leben etwa 4.768 Flüchtlinge in Frankfurt. Ein Großteil kommt aus Afghanistan, Syrien und Eritrea. Wir wollen diesen Menschen helfen, hier in Frankfurt anzukommen und Teil unserer Stadt zu werden. Natürlich: Das braucht auch die Bereitschaft und Mitarbeit der Schutzsuchenden. Wir haben ein breites Angebot an Integrationshilfen und Schutzmaßnahmen geschaffen. Neben sozialen Integrationshilfen gehört für ein selbstbestimmtes Leben besonders der Zugang zu Bildung und beruflicher Förderung dazu. Sprachkurse, die wir zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge anbieten, sind uns daher besonders wichtig. Deutschkurse für Flüchtlinge, die für den erfolgreichen Abschluss eines Integrationskurses grundlegend sind, werden in Frankfurt am Main auch von der Bundesagentur für Arbeit und von der Volkshochschule Frankfurt angeboten. Sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag zur Chancengleichheit von Schutzsuchenden.

Politische Vielfalt

Frankfurts Geschichte ist untrennbar mit politischer Vielfalt verbunden. Die Revolution von 1848, deren Sitz in der Frankfurter Paulskirche war, die Arbeiterbewegung Frankfurts, die Frankfurter Schule und die 68er-Bewegung – Frankfurt war immer wieder Zentrum von politischen Bewegungen und Ereignissen in der deutschen Geschichte. Bis heute hat die politische Vielfalt daher einen bedeutenden Platz in der Stadt. Etliche linke Kulturzentren zeigen dies. Das Klapperfeld im Gerichtsviertel, die Au in Rödelheim oder das Café ExZess in Bockenheim wollen wir nicht missen!

  • Amt für multikulturelle Angelegenheiten: Allgemeine Anlaufstelle rund um Integration und Migration  https://www.amka.de/
  • Diverse Beratungsstellen und Vereine für LSBTIQ* wie:

die LSBTIQ*-Koordinierungsstelle im AMKA: https://www.vielfalt-bewegt-frankfurt.de/de, https://www.amka.de/

den Verein Broken Rainbow für LSBTIQ*-Gewaltprävention und Antidiskriminierung: https://broken-rainbow.de/verein/

die Rainbow Refugees – Anlaufstelle für asylsuchende Opfer von Gewalt aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. Geschlechtsidentität: http://www.rainbow-refugees.de/index.php?id=home

das Lesbisch-Schwule Kulturhaus: http://www.lskh.de/

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