Im Winter ins Freibad

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Ihr Stadtverordneter für die Ausschüsse Klima- und Umweltschutz, Kultur, Wissenschaft und Sport sowie Personal, Sicherheit und Digitalisierung

In Frankfurt laden das Eschersheimer Freibad, das Brentanobad und viele andere Freibäder dazu ein, bei gutem Wetter unter freiem Himmel schwimmen zu gehen. Leider sind die Freibäder auch in einem guten Sommer nur drei bis vier Monate pro Jahr nutzbar. Den Rest des Jahres wird es eng in den Hallenbädern. Das ist traurig für alle, die den Schwimmsport lieben, aber auch für alle Kinder, die das Schwimmen lernen wollen. Wenn Bäder-Kapazitäten fehlen, ist es weniger Kindern möglich, durch den Schulunterricht oder in Schwimmvereinen und -kursen Schwimmen zu lernen und sich dadurch im Wasser sicher zu fühlen.

Wir als SPD-Fraktion im Römer setzen uns bereits seit Jahren für die Sanierung von bestehenden Hallenbädern und den Neubau des Familienbads in Bornheim sowie des Rebstockbads ein. Das allein reicht jedoch nicht. Es ist Zeit für kreative Lösungen, um die Bäderkapazitäten in Frankfurt auch über den Sommer hinaus konstant zu halten. Die Überdachung von Bädern mit Traglufthallen stellt so eine Lösung dar. Das Hausener Freibad und der Außenbereich des Enkheimer Schwimmbads sind schon jetzt mit Traglufthallen ausgestattet. Der Erfolg gibt dem Konzept recht – beide Bäder konnten sich kaum vor schwimmbegeisterten Frankfurterinnen und Frankfurtern retten.

Jetzt wollen wir die Erfolgsstory weiterschreiben. Als nächstes soll das Freibad Nieder-Eschbach für den Winter nutzbar gemacht werden. Als einziges Bad im Frankfurter Norden könnte so auch dort in den Wintermonaten ein Ort der Erholung und des Spaßes für Jung und Alt entstehen. Dafür soll erneut eine Traglufthalle eingesetzt werden. Die Konstruktion ist deutlich preiswerter als der Neubau eines Bades. Die Kosten liegen bei ca. fünf Millionen Euro. Ein echtes Schnäppchen im Vergleich zum Neubau eines Schwimmbades. Die Baukosten erreichen dabei inzwischen bis zu 100 Millionen Euro. Zudem ist die Konstruktion schnell auf- und abbaubar. So bleibt das Schwimmbad in Nieder-Eschbach im Sommer das geliebte Freibad. Im Winter sind dafür ca. 1000 Quadratmeter zusätzlich nutzbare Wasserfläche verfügbar. Bis zu vier Schulklassen könnten so gleichzeitig Schwimmunterricht durchführen.

Ein wichtiger Aspekt ist für uns die ökologische Umsetzung dieses Projekts. Wir wollen, dass es eine sowohl wirtschaftliche als auch ökologische Energieverwertung gibt. Dafür ist zum jetzigen Stand mindestens ein Blockheizkraftwerk zur Erwärmung des Wassers und der Beheizung des Schwimmbads geplant. Die überschüssige Energie, die dabei entsteht, soll genutzt und in das städtische Netz eingespeist werden.

Flächensparend, günstig und nachhaltig – die Überdachung des Freibads Nieder-Eschbach verspricht ein großer Erfolg zu werden.

Bildquelle: BäderBetriebe Frankfurt GmbH

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