Wir können uns einen längeren Sanierungsstau an Schulen nicht leisten

Ein Beitrag von

Ihre Stadtverordnete für die Ausschüsse Bildung und Integration sowie Wirtschaft und Frauen.

Immer mehr Menschen leben in Frankfurt. Darunter auch viele Kinder und Jugendliche, die eine der insgesamt 167 Schulen besuchen. Ich bin sehr froh darüber, dass meine Stadt so viele neue Frankfurterinnen und Frankfurter anzieht, aber auch für alteingesessene Familien weiterhin lebenswert bleibt. Bei allem Guten, dass Frankfurt für seine Bürgerinnen und Bürger bereithält, gibt es natürlich weiterhin auch Bereiche, die noch ausbaufähig sind, beispielsweise die Sanierung der maroden Schulgebäude in Frankfurt. Dass die Stadt wächst, ist kein neues Phänomen. Weshalb wir der heranwachsenden Generation also nur einen Flickenteppich an teil- oder gar unsanierten Schulen bieten, verstehe ich nicht. Ich setze mich dafür ein, dass Sanierungen und Erweiterungen von Schulen endlich Fahrt aufnehmen, so dass das Lernen an Schulen wieder Spaß macht.

Viele Schulen sind alt und marode

Fakt ist, Frankfurt kommt bei der Sanierung der Schulen nicht hinterher. Dabei warten so viele Gebäude auf eine Erneuerung der bröckelnden Fassaden, der maroden Turnhalle oder der undichten Fenster. Die Vorstellung, dass Kinder und Jugendliche in alten, teilweise viel zu kleinen Schulen lernen müssen, macht mich wütend. Viele Kinder frieren, weil die Fenster nicht richtig schließen. Mancherorts sind die Duschen in den Turnhallen oder Schulschwimmbäder einfach geschlossen, weil sie nicht funktionieren. Dabei sollte die Schule doch ein Ort sein, an dem sich alle wohlfühlen und eine unbesorgte Zeit verbringen.

Es fehlt der Überblick

Ende 2017 wurde das Hochbau- und Liegenschaftsmanagement der Stadt Frankfurt zusammengelegt mit dem Ziel, Reparaturen an Schulen zu beschleunigen und der Öffentlichkeit darzulegen, wo es konkret hakt und wie dagegen vorgegangen wird. Das neu entstandene Amt für Bau und Immobilien (ABI), für das Stadtrat Jan Schneider (CDU) zuständig ist, kündigte die Veröffentlichung einer Übersichtsliste an, die über Instandsetzungs- und Sanierungsmaßnahmen aufklären sollte. Ein Versprechen, das nie eingehalten wurde. Als SPD-Fraktion haben wir mehrfach eine Gesamtübersicht gefordert. Bis heute gibt es keine Übersicht über die Schulen, die saniert werden müssen! Ich fordere den zuständigen CDU-Dezernenten für Schulbau- und Sanierung dazu auf, endlich für Klarheit zu sorgen und seiner Arbeit nachzukommen.

Auch Erweiterungen kommen nur schleppend voran

Für Kinder und Jugendliche ist die Schulzeit ein besonders kostbarer Lebensabschnitt. Häufig müssen sie diese jedoch in Containern verbringen, weil die Schulen aus allen Nähten platzen. Grund dafür ist, dass Schulerweiterungen nicht zügig genug vorankommen. Manchmal verbringen mehrere Generationen von Kindern ihre Schulzeit in Containern. Ich kann die Ausreden langsam nicht mehr hören, die Stadtrat Schneider immer wieder verwendet, um eine Erklärung für diesen Stillstand zu finden. Ich bin überzeugt, dass es vielen anderen Eltern auch so geht. Ich setze mich dafür ein, Kindern und Jugendlichen eine Stimme zu geben und ihr Recht auf eine Schule, an der sie gern ihre Zeit verbringen, einzufordern. Denn: Wir können uns einen längeren Sanierungs- und Erweiterungstau an Schulen nicht mehr leisten!

Übrigens: Bereits letztes Jahr haben wir über das Thema geschrieben und es ist nichts passiert. Ist das nicht wirklich ein Trauerspiel? Aber wir geben nicht auf!
Mehr dazu in unserem Blog „Hygiene an Frankfurter Schulen: Alte Teppiche und verstopfte Toiletten braucht kein Kind“.

In einem Teilausschnitt eines Videos des Ortsvereins Frankfurt West beschreibe ich auch noch kurz die Situation der Schulen im Frankfurter Westen.

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