Bildung für Jung und Alt – dafür setzt sich das Bildungsdezernat ein

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Ihre Stadtverordnete für die Ausschüsse Bildung und Schulbau, Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa sowie Wirtschaft, Recht und Frauen

Die Frankfurterinnen und Frankfurter haben bei der Kommunalwahl entschieden, welche einzelnen Parteien in den Römer einziehen und in den nächsten fünf Jahren die Stadt regieren soll. Doch wie funktioniert das eigentlich? Was machen die Stadtverordneten der verschiedenen Parteien und wie funktioniert die städtische Verwaltung? Das erklären wir am Beispiel des Bildungsdezernates in diesem Blogbeitrag.

Was ist ein Dezernat?

Nach der Wahl entscheidet sich auch, wer die „Regierung“ der Stadt Frankfurt bildet. Das heißt, wer die Führungskräfte für die einzelnen Bereiche, wie z.B. Bildung, Wirtschaft oder Umwelt sind. Diese Führungskräfte heißen in der Frankfurter Stadtpolitik Dezernentinnen oder Dezernentinnen, bzw. Stadtrat oder Stadträtin. Sie gehören einzelnen Parteien an und sind verantwortlich für mehrere kommunale Ämter und Fachbereiche – man könnte sagen, sie sind die Verwalterinnen und Verwalter eines Geschäftsbereiches. Seit 2016 ist auch die SPD-Politikerin Sylvia Weber als Dezernentin verantwortlich. Sie ist unter anderem zuständig für den Bereich Bildung. Da der Bildungsbereich so vielfältig ist, kümmern sich zum Teil auch andere Dezernenten um Aufgaben, die im weiteren Sinne auch mit Bildung zu tun haben, wie z.B. der Schulbau. Ab September wird diese wichtige Aufgabe auch von der Stadträtin Sylvia Weber übernommen. Was sie für unsere Stadt im Bildungsbereich alles im Blick haben muss, erfahrt ihr hier.

Wer sorgt für Krippe, Kita, Hort und Kindertagespflege?

Frankfurt wächst von Tag zu Tag und wir wissen, Frankfurt ist eine teure Stadt. Daher muss es auch weiterhin ausreichend bezahlbare Krippen, Kita- Hort- und Schulplätze für alle Kinder geben. Wir wollen als SPD-Fraktion, dass alle Eltern und Erziehungsberechtigten auch arbeiten gehen können und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf an erster Stelle steht. Um das zu erreichen, müssen wir dafür sorgen, dass Kinder in guten Händen sind, während Eltern arbeiten gehen. Unsere Bildungsdezernentin arbeitet dafür, dass es genügend Betreuungsplätze für Kinder bis zum Ende des Grundschulalters gibt. Die Bildungsdezernentin sowie Angestellte der Stadtverwaltung haben die Aufgabe herauszufinden, wie viele Plätze wir in Frankfurt gerade brauchen und wo diese entstehen müssen. Sie legen in regelmäßigen Abständen einen Plan vor, der darüber Auskunft gibt: den Kindertagesstättenentwicklungsplan (KEP).

Auch Schulplätze braucht Frankfurt dringend

So wie herausgefunden werden muss, wie viele Betreuungsplätze wir in Frankfurt brauchen, so muss auch der Bedarf an Schulplätzen ausgerechnet werden. Auch hierfür ist das Bildungsdezernat zuständig. Wichtig ist dabei, herauszufinden, welche Schulformen – also z.B. Haupt- und Realschulen oder Gymnasien – gebaut werden, und wo sie gebaut werden müssen. Dafür legt das Bildungsdezernat gleich zwei Pläne vor: den integrierten Schulentwicklungsplan (iSEP) und den Schulentwicklungsplan für berufliche Schulen (SEP-B). Jedes Kind soll möglichst den von ihm und seinen Eltern gewählten Bildungsgang besuchen können. Gleichzeitig möchten Kinder möglichst gern eine Schule in der Nähe ihres Zuhauses besuchen.

Wir brauchen also viele unterschiedliche Schulformen in ganz Frankfurt verteilt. Diese müssen für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung geeignet sein. Heutzutage verbringen Kinder und Jugendliche immer mehr Zeit in Schulen, viele gehen auf Ganztagsschulen. Dort essen sie, machen Hausaufgaben und nehmen an AGs teil. Schulen müssen also einen Raum für eine große Mensa haben, sie müssen aber auch Räume für Gruppenarbeiten und zum Spielen haben. Im Team zu lernen ist heute selbstverständlich. Dafür braucht man andere und größere Räume als alte Schulen sie bieten. Auch hierfür gibt es Pläne, die festlegen, welche Räume zusätzlich gebaut werden, wie groß sie sein müssen und wie sie genutzt werden. Diese Pläne nennt man pädagogische Raum- und Flächenkonzepte.

Kostenlose und gute Kitas

Damit alle Kinder schon vor der Schule gemeinsam spielerisch lernen können, darf ein Kindergartenplatz nichts kosten – finden wir als SPD. Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass die Betreuung für Drei- bis Sechsjährige seit dem 1. August 2018 in Frankfurt kostenfrei ist.

Mit dem Start des neuen Parlaments haben wir als Fraktion beschlossen, dass wir zusätzlich auf ein kostenfreies, letztes Krippenjahr hinarbeiten. Wir hoffen, dass wir diese Regelung mit der Unterstützung unserer Koalitionspartner sehr bald umsetzen können.

Damit Kita-Plätze nicht nur günstig sind, sondern auch gut, setzt sich das Bildungsdezernat dafür ein, dass mehr Erzieherinnen und Erzieher in jeder Gruppe arbeiten. In Frankfurt arbeiten sogar mehr Erzieherinnen und Erzieher in einer Gruppe als durchschnittlich in Hessen. Auch das Problem des Fachkräftemangels – also, dass es zu wenig ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher gibt – geht das Bildungsdezernat in Frankfurt an. Mit einem höheren Lohn und mehr Kolleginnen und Kollegen zur Unterstützung wollen wir den Beruf attraktiver machen. Schließlich sollen alle, die sich um unsere Kleinsten kümmern, auch die nötige Anerkennung und Bezahlung bekommen.

Wir lernen ein Leben lang

Das Thema Bildung betrifft aber nicht nur Kinder und Jugendliche. Auch für das lebenslange Lernen setzt sich Sylvia Weber mit ihrem Dezernat ein. So ist sie auch für die Stadtbücherei, die Musikschule und die Volkshochschule (VHS) in Frankfurt zuständig. Frankfurterinnen und Frankfurter jeden Alters sollen so die Möglichkeit bekommen, unabhängig vom eigenen Portemonnaie oder dem der Familie, eigene Talente zu fördern, sich auszutauschen und gemeinsam kreativ zu werden. Mehr zur Volkshochschule kann in einem weiteren Blog nachgelesen werden.

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