Mit beruflichen Schulen zum Abitur

Ein Beitrag von

Ihr Stadtverordneter für die Ausschüsse Bildung und Integration sowie
Verkehr.

Einige der beruflichen Schulen in Frankfurt haben den dringenden Wunsch, ihre Plätze auszubauen. So könnte man viel mehr Schülerinnen und Schülern zum Abitur verhelfen.

Bei unserem letzten Treffen der AG Integration und Bildung der SPD-Fraktion im Römer mit Schulleiterinnen und Schulleitern beruflicher Schulen erzählten diese uns begeistert von ihrem Anliegen und ihren Plänen. Gleichzeitig verheimlichten sie aber nicht ihren Ärger über die mangelnde Aufmerksamkeit, die der Kultusminister ihrer Idee entgegenbringt. Und ich verstehe diesen Ärger als Lehrer an einer beruflichen Schule nur zu gut, denn wir brauchen in Frankfurt jeden einzelnen Schulplatz, um unseren Kindern die Möglichkeit guter Bildung zu geben.

Die Stadt stimmt einer Aufstockung zu

So erzählten uns die Lehrerinnen und Lehrer der Heinrich-Kleyer-Schule, der Klinger-Schule, der Beruflichen Schulen Berta Jourdan und der Philipp-Holzmann-Schule, dass sie alle durch Kooperationen untereinander mehr Plätze an den beruflichen Gymnasien anbieten könnten. Dafür würden sie neue Leistungskurse in Bautechnik und Pädagogik einrichten. Ich finde diese Idee spannend und sinnvoll. Auch das Stadtschulamt und Bildungsdezernentin Sylvia Weber haben dem Vorhaben bereits zugestimmt. Jetzt geht es nur noch darum, dass der entsprechende Antrag auch von Kultusminister Lorz genehmigt wird. Eigentlich hatten die Schulen so geplant, dass sie mit ihrem neuen Angebot schon nach den Sommerferien hätten beginnen können. Auf den Startschuss des Kultusministers warten sie jedoch noch. Sobald sie die Genehmigung haben, möchten sie schnellstmöglich mit der Aufstockung der Plätze loslegen.

Mehr Plätze, die nichts kosten

Da der Bedarf in Frankfurt auch an zusätzlichen Schulplätzen in der gymnasialen Oberstufe enorm ist, finde ich es fantastisch, dass einige berufliche Schulen einen Weg gefunden haben, den Platzmangel zu bekämpfen. Denn zunächst zwei Klassen – und perspektivisch auch deutlich mehr – könnten die vier Schulen gemeinsam zusätzlich anbieten, und das sogar ohne weiteren Aufwand. Alle nötigen Räume seien vorhanden und mehr Geld bräuchten die Schulen auch nicht, wie die vier Schulleiterinnen und Schulleiter bei unserem Treffen ausdrücklich betonten.

Endlich mehr Plätze für unsere Schülerinnen und Schüler 

Die Stadt und die Bildungsdezernentin Weber haben ihre Hausaufgaben gemacht. Jetzt muss auch endlich der Kultusminister handeln. Ich bin selbst Lehrer an einer beruflichen Schule und dränge deshalb darauf, dass der Minister dieses Angebot der beruflichen Schulen zur Erweiterung der Schulplätze zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife in Frankfurt möglichst bald freigibt. Wir können uns freuen, dass Schulen von sich aus Möglichkeiten finden, ihre Kapazitäten zu erhöhen. Denn nur wenn wir alle an einem Strang ziehen, können wir schnellstmöglich auf die Bedarfe der Frankfurter Schülerinnen und Schüler reagieren.

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