Schule & Kindergarten

Für uns sind Schule und Kinderbetreuung ganz besondere Herzensthemen. Unsere Kinder und Jugendlichen in Frankfurt sollen die beste Bildung bekommen. Dabei geht es sowohl um eine schöne Kindheit und Jugend als auch um gerechte Chancen für ein gutes Leben. Frankfurt wächst und es gibt in unserer Stadt immer mehr Kinder. Das ist großartig! Es stellt uns aber auch vor viele Herausforderungen. In der Vergangenheit wurde leider vieles in Frankfurt nicht so angepackt, wie es nötig gewesen wäre. Dies haben wir geändert.

Auf einen Blick: Schule und Kinderbetreuung in Frankfurt

Für Schulen und Kindergärten wurde in Frankfurt in der Vergangenheit vieles versäumt. Seit der letzten Kommunalwahl regieren wir in Frankfurt mit – und es war uns besonders wichtig, den Stillstand in diesem Bereich sofort zu beenden. Wir haben seitdem vieles aufholen können.

  • Es bedarf mehr Schulen: Sieben Schulen wurden eröffnet, im Sommer 2019 kommen zwei weitere hinzu.
  • Dank des jährlichen integrierten Schulentwicklungsplans können wir Entwicklungen und Bedürfnisse schneller erkennen und gezielt darauf reagieren
  • Wir wollen, dass jedes Kind auf die für es beste Schule gehen kann, und setzen uns deshalb für ein vielfältiges Schulangebot ein.
  • Bei der Kinderbetreuung unterstützen wir konfessionelle Träger wie Kirchen und Glaubensgemeinschaften, Vereine, Tagesmütter und Elterninitiativen – denn wir wollen ein buntes Angebot in Frankfurt.
  • Wir kämpfen für den Ausbau der Hortplätze. Mit Sylvia Weber haben wir 3.200 neue Betreuungsplätze geschaffen.
  • Chancengleichheit beginnt für die SPD bereits im Kindergarten. Wir sind stolz auf die Durchsetzung der kostenlosen Kinderbetreuung für alle Kinder in Frankfurt.

Warum Schulen und Kindergärten entscheidend für Chancengleichheit sind

Bildung ist der Schlüssel für ein gutes Leben. Bildung vermittelt sowohl wichtige Fähigkeiten als auch Werte und Haltung. Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist die Bildung das vermutlich wichtigste Thema überhaupt. Es geht dabei um die Chancen, die ein Kind für sein Leben bekommt. Wir arbeiten hart dafür, dass jeder Mensch die gleichen Chancen hat. Wir glauben fest daran, dass es nicht von der Herkunft, dem Status oder dem Geldbeutel der Eltern abhängen darf, welche Möglichkeiten sich einem Kind im Leben bieten. Gute Bildung sollte ein verbindendes Element für alle Kinder in Frankfurt sein. Alle Kinder sollten die Möglichkeit haben, den bestmöglichen Bildungsabschluss zu erlangen, um danach einen frei gewählten Beruf zu ergreifen, eine Ausbildung zu machen oder zu studieren. 

Leider ist dieses Ziel noch lange nicht erreicht. Noch immer spielt es beispielsweise eine viel zu große Rolle, woher die Eltern kommen. Die Lese- und Sprachkompetenz unterscheidet sich bei Kindern mit Migrationshintergrund extrem von den Kindern ohne Migrationshintergrund. Aktuelle Studien zeigen, dass diese Schwäche in der Grundschule oft nicht mehr abgebaut werden kann. Das Leben ist dann bereits vorgezeichnet. Das wollen wir nicht länger hinnehmen! Für uns fängt Bildung daher bereits im Kindergarten an. Wir wollen, dass jedes Kind in Frankfurt in einen Kindergarten gehen kann. Hier haben Kinder die Möglichkeit, in sozialen Gruppen zu agieren, miteinander und natürlich auch voneinander zu lernen. 

Schule und Kindergarten sind der Ort, wo Kinder und Jugendliche sich eben völlig unabhängig vom Elternhaus entwickeln können. Für uns bedeutet Bildung daher immer Chancengerechtigkeit und Chancengleichheit.  

Schulen in Frankfurt

Wir haben viele und ganz unterschiedliche Schulen in Frankfurt. Solche in städtischer und privater Trägerschaft, allgemeinbildende und berufliche Schulen und auch Schulen für Erwachsene. Insgesamt gibt es in Frankfurt 165 allgemeinbildende Schulen, im August kommen zwei dazu. Diese werden aktuell von fast 61.000 Schülerinnen und Schülern besucht.

Die Schulpolitik wird hauptsächlich vom Land Hessen bestimmt. Die Zahl der Lehrer, Unterrichtsinhalte und vieles mehr werden dort entschieden. Als Schulträger kann die Stadt Frankfurt aber einige Bereiche bestimmen. Dazu gehören die Ausstattung der Schulen, die Gebäude und die Schulformen. Auch die inhaltliche Ausgestaltung abseits des Lehrplans unterliegt der Verantwortung der Schulträger und diese Möglichkeit nutzen wir, um auch inhaltlich auf die Wünsche und Bedürfnisse der Kinder und Eltern einzugehen. 

Wir bauen in Frankfurt gerade viele neue Schulen. Insgesamt wurden seit 2016 bereits sieben neue Schulen, in diesem Sommer zwei weitere eröffnet. Bis 2023 sollen zusätzliche acht Schulen gebaut werden. Das zeigt den hohen Bedarf an Schulplätzen. Die Zahl der Schüler nimmt konstant zu. Allein von 2015 bis 2020 wuchs sie um über 10 Prozent. Das hat zum einen mit einem Geburtenanstieg, zum anderen mit dem Bau neuer Wohnungen und der Zahl der Zuzüge zu tun.

Frankfurt hat eine bunte, vielfältige Schullandschaft. Es gibt die unterschiedlichsten Schulen und Schulträger. Im Zentrum stehen natürlich die ganz klassischen Schulformen: zunächst die Grundschulen, dann die Haupt- und Realschulen, die Gymnasien und die Gesamtschulen. Daneben gibt es Förderschulen, verschiedene Formen privater Schulen und die Berufsschulen. 

Uns ist diese vielfältige Schullandschaft sehr wichtig. Stellen wir beispielsweise fest, dass die Nachfrage nach Schulen mit einem sprachlichen Schwerpunkt besonders steigt, dann versuchen wir, diese Wünsche bei der Neugründung von Schulen zu berücksichtigen. Um die Schulvielfalt zu erhalten und zu fördern, hat die Stadt Frankfurt auch immer ein offenes Ohr für engagierte Lehrkräfte und Schulleitungen, die versuchen, bei Schulgründungen neue Wege einzuschlagen. Als vor wenigen Jahren eine Gesamtschule eröffnete, die weder Schulnoten noch Hausaufgaben nutzen wollte, war die Skepsis anfangs groß. Heute ist diese Gesamtschule eine der beliebtesten Schulen der Stadt: Statt mit Hausaufgaben beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler nach der Schule mit verschiedenen Projekten oder gehen einer ehrenamtlichen Tätigkeit nach. Lehrer wurden so zu Lernbegleitern. 

Eltern sollen frei entscheiden können, auf welche Schule ihr Kind gehen soll! Dazu stehen wir fest. Deshalb möchten wir, dass es ein möglichst breites Spektrum an Schulformen in Frankfurt gibt. Jedes Kind hat das Recht, einen Abschluss in dem Bildungsgang zu erreichen, den es für sich ausgesucht hat. Außerdem haben wir uns in Frankfurt als Ziel gesetzt, Kinder möglichst wohnortnah die Chance zu geben, ihre Wunschschule zu besuchen. Besonders der Übergang von Klasse 4 zu 5 ist jedes Jahr eine große Herausforderung für die einzelnen Familien: Durch den Abschied von der Grundschule verändert sich das soziale Umfeld der Kinder und die Wahl der weiterführenden Schule ist nicht einfach und meist auch mit längeren Anfahrtswegen verbunden. In Frankfurt können Kinder und Eltern daher beim Anmeldeformular zur weiterführenden Schule angeben, was für sie wichtiger ist: die gewünschte Schulform oder der Bildungsgang. Will ein Kind beispielsweise einen gymnasialen Bildungsgang besuchen und gibt als Erstwunsch ein Gymnasium in der Nähe an, dann kann es sich, falls es keinen Platz am Wunschgymnasium findet, entscheiden, ob es lieber auf ein Gymnasium in einem anderen Stadtteil gehen möchte oder ob ihm die Wohnortnähe wichtiger ist und es dann beispielsweise lieber die Gesamtschule mit gymnasialem Bildungsgang im eigenen Stadtteil besuchen möchte.

Für den schulischen Erfolg von Kindern sind nicht nur die Inhalte, sondern auch das Lernumfeld und die schulische Ausstattung von großer Bedeutung. Leider sind viele Schulen in Frankfurt stark sanierungsbedürftig. Wir haben es uns daher zur Aufgabe gemacht, den Schulbau und anstehende Sanierungen zu beschleunigen. Dazu haben wir die Taskforce „Schulbau beschleunigen“ gegründet. Hier arbeiten alle beteiligten Ämter der Stadt Frankfurt daran, Sanierungen zügig zu bewältigen und Schulneubauten auf den Weg zu bringen. Im „Aktionsplan Schule“ werden schließlich Sanierungsmaßnahmen geplant und abgearbeitet.

Ein weiterer wesentlicher Bestandteil der Ausstattung ist der Internetzugang an Schulen. Im Herbst 2018 haben wir das Projekt „WLAN an Schulen“ beschlossen. Erste Schulen werden dabei mit leistungsstarken WLAN-Anschlüssen und der notwendigen Hardware, wie beispielsweise Tablets, ausgestattet. Wir wollen damit die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler stärken und fördern. Außerdem wollen wir neue Formen des Lernens schaffen. Dazu gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang mit dem Internet und seinen Möglichkeiten.

Jedes Kind muss schwimmen lernen! Fast 60 Prozent der zehnjährigen Kinder können heute nicht sicher schwimmen. Das finden wir alarmierend und gefährlich. Schwimmen kann Leben retten, stärkt das subjektive Sicherheitsgefühl und ermöglicht soziale Teilhabe. Wir wollen daher allen Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, Schwimmunterricht zu erhalten. Übrigens: Kinder lernen viel schneller schwimmen als Erwachsene. Deshalb sind uns Schwimmunterricht in der Schule und die dazu benötigten Schulschwimmbäder in Frankfurt sehr wichtig. Schwimmen gehört in den Schulsport! Die Stadtteilbäder müssen für die Schulen geöffnet bleiben und die bereits bestehenden Schulschwimmbäder unbedingt erhalten werden. Die Schwimmzeiten in den öffentlichen Schulen müssen natürlich zum Unterrichtsplan der Schulen passen und ohne großen Verwaltungsaufwand abgestimmt werden. 

Viele Schülerinnen und Schüler brauchen mehr Unterstützung, als nur guten Unterricht zu bekommen. Mehr, als die Lehrerinnen und Lehrer leisten können. Deshalb gehört die Jugendhilfe, oft auch Schulsozialarbeit genannt, unbedingt in unsere Schulen. Hier geht es um Persönlichkeitsentwicklung und soziale Kompetenzen! Die Jugendhilfe fördert die Entwicklung der Selbständigkeit, hilft bei der Stärkung eigener Interessen, begleitet und greift bei Bedarf in Krisensituationen ein. Es gibt dabei ganz unterschiedliche Angebote und Bausteine der Jugendhilfe, wie beispielsweise Suchtprävention. Wir haben deshalb die Jugendhilfe in den Frankfurter Schulen gestärkt und sie auch in den Grundschulen und in den Gymnasien eingeführt.

In den Grundschulen wird eine enorm wichtige Arbeit geleistet. Das spiegelt sich aber leider nicht in der Bezahlung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer wider. Sie werden deutlich schlechter bezahlt als ihre anderen Kolleginnen und Kollegen. Wir halten das für einen Skandal! Wir fordern deshalb, die Lehrerinnen und Lehrer in der Grundschule endlich besser und damit endlich angemessen zu bezahlen. Verantwortlich ist hier das Land Hessen. 

Kinderbetreuung

Das Thema Kinderbetreuung gehört gleich zu mehreren wesentlichen Bereichen in der Politik, ganz besonders zur Bildungspolitik und zur Familienpolitik. Es hat zwei Seiten: alles, was das Kind selbst betrifft – und die Auswirkungen auf die Eltern. Aber auch die Arbeitsbedingungen der Kinderbetreuerinnen und Kinderbetreuer müssen im Blick behalten werden. 

Für uns ist Kinderbetreuung in Frankfurt besonders wichtig. In der Stadt leben immer mehr Familien mit Kindern. Wir müssen sicherstellen, dass alle Kinder die Bildung bekommen können, die sie brauchen. Kinderbetreuung hat immer auch etwas mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu tun – auch dieser Aspekt spielt in Frankfurt eine große Rolle. 

Wir haben in Frankfurt mit vielen wirkungsvollen Maßnahmen dafür gesorgt, dass viele neue Kitaplätze und Betreuungsmöglichkeiten entstanden sind. Es wurden neue Kindergärten gebaut und saniert, Tagesmütter und -väter unterstützt und gefördert. Wenn neue Wohngebiete entstehen, achten wir von Anfang an darauf, dass es genügend Kindergartenplätze und Schulen für die neuen Bewohner gibt. Die Stadt Frankfurt konnte die Betreuungsnot so in den vergangenen Jahren stark eindämmen. Das wird bei den Betreuungsquoten deutlich sichtbar. Bei den drei- bis sechsjährigen Kindern lag sie im Jahr 2018 bei 96 Prozent und bei den unter Dreijährigen bei 47 Prozent. Die Versorgungsquote im Bereich der Hortplätze liegt bei 58 Prozent. Obwohl es bisher keinen Rechtsanspruch auf einen Hortplatz gibt, möchten wir Eltern auch bei der Betreuung ihrer Schulkinder jetzt schon unterstützen. Nichtsdestotrotz müssen viele weitere Plätze geschaffen werden. Denn jedes Jahr gibt es etwa 600 Kinder mehr in Frankfurt und gutes Personal für unsere Jüngsten wird händeringend gesucht.

Die Stadt Frankfurt hat in den vergangenen Jahren das elektronische Anmeldesystem optimiert, um Eltern die Auswahl einer Kindertagesstätte und die Anmeldung zu erleichtern. Wenn Sie einen Kindergartenplatz in Frankfurt suchen, registrieren Sie sich bitte auf der Seite: https://www.kindernetfrankfurt.de

Eltern haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für jedes Kind im Alter vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt. Das gilt selbstverständlich auch in Frankfurt. Außerdem gibt es einen Anspruch auf frühkindliche Förderung in einer Tageseinrichtung oder Kindertagespflege bereits ab dem vollendeten ersten Lebensjahr. Die Stadt Frankfurt muss Ihnen einen Betreuungsplatz in einer Einrichtung anbieten, die nicht weiter als 30 Minuten von Ihrem Wohnort entfernt ist. 

Auch bei der Kinderbetreuung wollen wir kein Einheitsangebot. Kinder, Familien und die jeweiligen Bedürfnisse unterscheiden sich dafür viel zu stark. Wir fördern daher die Vielfalt der Kindergärten und Betreuungsangebote in Frankfurt. Dazu gehört auch, dass wir zur Trägervielfalt stehen. Wir sind sehr froh, dass es hier eine Vielzahl von Trägern gibt, die Kinderbetreuung anbieten. Nur so können wir den ganz unterschiedlichen Wünschen der Eltern gerecht werden. Die Errichtung und der Betrieb einer Kinderbetreuungsstätte unterliegen dabei natürlich stets strengen Vorschriften, die von der Stadt regelmäßig überprüft werden.

Scroll to Top