Ein Zoo mit Zukunft für Frankfurt

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Stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie Stadtverordnete für Soziales und Gesundheit, Kultur und Freizeit sowie für den Ältestenausschuss.

Ich freue mich sehr, dass der Frankfurter Innenstadtzoo sich in Zukunft in besonderem Maße dem Natur- und Artenschutz widmen wird. Mit der Umsetzung des Konzepts ZOOKUNFT2030+ wird sich der Frankfurter Zoo wieder zu einem echten Höhepunkt in Deutschland entwickeln.

Der Zoo ist Frankfurts beliebteste Kultur- und Freizeiteinrichtung 

Der Zoo ist Frankfurts beliebteste Kultur- und Freizeiteinrichtung und in den letzten Jahren ist viel Geld in neue Anlagen und Gebäude investiert worden. So konnte im Frühjahr mit der neuen Pinguinanlage ein echter Besuchermagnet eröffnet werden.  Gleichzeitig besteht bei vielen weiteren älteren Anlagen dringender Handlungsbedarf. Es war immer klar, dass die Stadt Frankfurt auch in den kommenden Jahren in die Zukunftsfähigkeit des Zoos investieren muss. 

 Konzeptstudie ZOOKUNFT2030+ 

In der nun vorgelegten  Konzeptstudie ZOOKUNFT2030+ wird eine vollständige Umgestaltung von zwei Großarealen des Frankfurter Zoos vorgeschlagen. Insgesamt entspricht dies einer Fläche von rund fünf Hektar. In den beiden Arealen, dem Nord-Ost- sowie dem Süd-West-Areal, befinden sich die meisten der älteren Tieranlagen. 

Hier sollen später Tiere aus Afrika und Asien leben, das sind  auch die wichtigsten Projektgebiete der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF).  Es geht nicht nur darum einzelne Gehege neu zu bauen oder die Besucherwege neu zu gestalten, es geht um viel mehr: eine ganzheitliche Vorstellung davon, was ein moderner Zoo leisten kann, warum er für uns alle in unser bedrohten Welt so wichtig ist und wie die elf Hektar inmitten des Frankfurter Ostends optimal genutzt werden können. 

Tiere erleben – Natur bewahren

Gemäß dem Motto „Tiere erleben – Natur bewahren“  will der Zoo in Zukunft die „Faszination Wildtier“ erlebbar machen. Die Besucherinnen und Besucher sollen eintauchen in die Welt der Tiere und nach ein paar Stunden mit dem Gefühl aus dem Zoo gehen, etwas Wertvolles kennengelernt zu haben. 

Geplant ist u.a. eine große Amazonas-Halle. Um die tropischen Bedingungen Amazoniens nachzuempfinden, bedarf es einer entsprechend klimatisierten Halle, die die Nachbildung der kühleren und nebligen Bergwälder sowie des wärmeren, feuchten Tieflandregenwaldes, einschließlich des dazugehörigen Regens ermöglicht. 

Das ebenfalls geplante Afrika-Areal umfasst ca. drei Hektar und sieht eine 10.200 m2 große Afrika-Halle sowie im Außenbereich einen Kongo- und einen Savannen-Trail vor. In der Halle sollen  naturalistische Gehege in eine Themenlandschaft eingebettet werden. Im Außenbereich werden die Wälder des Kongo und eine Savannen-Landschaft erlebbar gemacht. Mit der Einrichtung eines großen Afrika-Areals bleibt der Frankfurter Zoo seiner Geschichte treu und nimmt deutlich Bezug auf die visionäre Arbeit des ehemaligen Zoodirektors und ZGF-Gründers Bernhard Grzimek. 
Ein weiteres großes Areal soll sich den in Europa beheimateten Wildtieren widmen. 

Infrastruktur und Service 

In der Konzeptstudie werden zwei Restaurants vorgeschlagen, eines mit Zugang zur Amazonien-Halle und eines mit Blick auf die Afrika-Savanne. Ein Kiosk im Bereich der Zooterrassen komplettiert das gastronomische Angebot. Beide Hallen sollen jeweils ein Informations-Zentrum beherbergen. Die Zooschule behält ihren Platz im Zoogesellschaftshaus. Ein zweiter Spielplatz und ein kleiner Streichelzoo gehören ebenfalls zur Planung. Haupt- und Nebenwege verbinden alle Zooareale in einem schlüssigen Rundkurs miteinander. 

Die Aufgaben moderner Zoos 

In Zeiten des massiven Rückgangs der Biodiversität sieht  der Weltzooverband den Arten- und Naturschutz als die wichtigste Aufgabe seiner Mitgliedszoos. Die  Besucherinnen und Besucher sollen dazu motiviert und mobilisiert werden, sich für die Wildtiere und ihre natürlichen Lebensräume einzusetzen. Das geht nur über eine gelungene und artgemäße Tierpräsentation. Ein großer Teil der Natur- und Artenschutzarbeit der Zoos findet dabei außerhalb des Zoogeländes statt, nämlich über Projekte in den angestammten Lebensräumen der Tiere. Dafür steht dem Zoo Frankfurt eine starke Partnerin zur Seite: die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), eine der wichtigsten international agierenden Naturschutzorganisationen. Diese enge Kooperation bestimmt wesentlich die zukünftige Ausrichtung des Zoos, denn dieser soll gleichsam zum Schaufenster in die Projektarbeit der ZGF werden. 

Ich freue mich schon jetzt ganz persönlich auf die Umsetzung der sehr ambitionierten Konzepts und werde mich dafür einsetzen, dass die notwendigen Mittel zur Verfügung gestellt werden.

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