Der Willy-Brandt-Platz steht als Standort für die Städtischen Bühnen nicht zu Disposition

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Stellvertretende Fraktionsvorsitzende sowie Stadtverordnete für Soziales und Gesundheit, Kultur und Freizeit sowie für den Ältestenausschuss.

Der Willy-Brandt-Platz steht als Standort für die Städtischen Bühnen nicht zu Disposition

Ich bin schon verwundert über die Gedankenspielen der CDU zur kompletten Verlagerung der städtischen Bühnen und einer Vermarktung des bisherigen Standorts am Willy-Brandt-Platz. Diesen Überlegungen erteile ich eine klare Absage.

Willy-Brandt-Platz bleibt Heimat der Städtischen Bühnen

Für mich ist es unerlässlich, dass mindestens eine Spielstätte am Willy-Brandt-Platz erhalten bleibt. Eine Verlagerung beider Spielstätten und ein Verkauf des innerstädtischen Kulturareals kommt für die SPD nicht in Frage. Bei der CDU erscheint mir hingegen die Verbundenheit mit der Immobilienwirtschaft doch sehr ausgeprägt zu sein.

Ausweichspielstätte am Osthafen ist möglich

Als Ausweichspielstätte oder eventuell sogar als dauerhafter Standort für Schauspiel oder Oper könnte das städtische Grundstück an der Honsellstraße – das derzeit noch vom Baustoffhandel Raab-Karcher genutzt wird – aber sehr wohl in Frage kommen. Wir haben schon vor Wochen den Magistrat dazu aufgefordert, das Grundstück nach Auslaufen des Pachtvertrags für die Städtischen Bühnen zu sichern und keine erneute Verpachtung vorzubereiten. Der nun in der Presse verbreitete Vorschlag der CDU, dieses Grundstück zu nutzen, ist also keineswegs neu. Das Grundstück ist ausreichend groß und durch U-Bahn und Straßenbahn gut erschlossen. Es wäre fatal, wenn nun neue Pächter gesucht würden und wir dann keinen Zugriff mehr auf das Grundstück hätten.

Bericht der Stabsstelle abwarten

Noch ist aber keine Entscheidung über eine Sanierung oder einen Neubau einer oder beider Spielstätten gefallen. Eine eigens eingerichtete Stabsstelle hat ihren Bericht noch für dieses Jahr angekündigt. Auf dieser Basis müssen die Stadtverordneten dann ihre Entscheidung treffen. Wer zu diesem Zeitpunkt schon den Ausverkauf städtischer Grundstücke oder einen Neubau für das Museum der Weltkulturen am Willy-Brandt-Platz ins Spiel bringt, schadet dem gemeinsamen Interesse, eine optimale Lösung für Oper und Schauspiel zu finden.  

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