Gute Arbeit

Gute Arbeitsbedingungen, sichere Arbeitsplätze und gerechter Lohn stehen für uns als Sozialdemokraten im Mittelpunkt. Frankfurt ist ein bedeutender Wirtschaftsstandort und das wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Wir wollen die Arbeit in Frankfurt sozial, menschlich und modern gestalten.

Auf einen Blick: Gute Arbeit in Frankfurt

Beschäftigte in Frankfurt sollen unter menschengerechten Bedingungen arbeiten und im Notfall sozial abgesichert sein. Deswegen sind uns folgende Aspekte besonders wichtig: 

  • Gute Arbeit ist gut bezahlte Arbeit. Das gilt auch für die Stadt Frankfurt. Es muss hinterfragt werden, wie viel Gehalt zum Leben benötigt wird, um sicherzustellen, dass ein Vollzeitjob mindestens zum Leben ausreicht. 
  • Gute Arbeit ist sichere Arbeit.  Als SPD fordern wir in Frankfurt einen Kündigungsschutz und die Zurückdrängung von Leiharbeit, Befristungen und Werkverträgen, um jedem Beschäftigten in Frankfurt einen sicheren Arbeitsplatz zu gewähren.
  • Gute Arbeit bedeutet eine menschengerechte Arbeit. Uns ist es wichtig, dass die Arbeitszeit begrenzt wird, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gewährleistet ist, dass die Nähe zum Arbeitsplatz bzw. die gute Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes gefördert wird und dass Beschäftigten bei Arbeitsverlust angemessene Hilfen angeboten werden.
  • Gute Arbeit bietet Möglichkeiten zu Aufstieg und Weiterbildung. Aufstiegs- und Weiterbildungsperspektiven müssen aus unserer Sicht gefördert werden. Allen Beschäftigten muss ermöglicht werden, sich in ihrem Beruf weiterzuentwickeln. 

Arbeiten in Frankfurt 

Der Arbeitsmarkt in Frankfurt ist enorm vielfältig. Vom Arbeitsplatz in einem Wolkenkratzer einer Bank über viele weitere Bereiche im Dienstleistungssektor bis hin zum Industrieunternehmen – die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Dabei zeichnet sich Frankfurt besonders dadurch aus, dass es hier auch viele internationale Unternehmen gibt. Zu den zentralen Wirtschaftsfaktoren gehören die Finanz- und Bankenbranche und der Flughafen. Frankfurt ist die Stadt mit der höchsten Arbeitsplatzdichte in Deutschland – aber auch mit den meisten Pendlern. 

Ist also alles gut im Frankfurter Arbeitsmarkt? Nein, natürlich nicht. Wir stehen vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen. Es gibt Unternehmen, die händeringend nach Arbeitskräften suchen und einen Facharbeitermangel beklagen – und gleichzeitig gibt es noch immer zu viele Arbeitslose. Die Löhne in einigen Branchen sind exorbitant hoch, in vielen anderen Bereichen dagegen haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Probleme, sich das teure Leben in Frankfurt von ihrem Gehalt leisten zu können. Es sind also gleich mehrere Gegensätze, an denen wir hier in Frankfurt arbeiten müssen.

Von vielen Unternehmen und aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen hören wir, dass sie dringend nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern suchen, aber offene Stellen nicht besetzen können. Sie finden einfach keine passenden Bewerber. Dieser sogenannte Facharbeitermangel ist in Frankfurt besonders ausgeprägt. Dabei ist es gerade unsere heimische Wirtschaft, die auf Fachkräfte angewiesen ist. Und dennoch gibt es hier in Frankfurt noch immer Menschen, die keinen Arbeitsplatz finden und arbeitslos sind. Wie passt das zusammen? Auf der einen Seite werden oftmals Spezialisten gesucht, die es einfach nicht so oft gibt. Andererseits können ganz offensichtlich aber auch zu wenige Menschen eine qualifizierte Ausbildung in bestimmten Branchen und Berufen absolvieren. 

Für uns ist der wichtigste Schlüssel im Kampf sowohl gegen den Facharbeitermangel als auch gegen die Arbeitslosigkeit die Bildung. Frankfurt bietet mit der Universität und den Fachhochschulen eine exzellente Bildungslandschaft. Junge Menschen haben hier alle Möglichkeiten, sich in den unterschiedlichsten Berufen und Branchen auszubilden. In vielen Betrieben und Unternehmen werden auch duale Studiengänge angeboten und wird Ausbildung und Studium kombiniert. Wir wollen diese Angebote weiter ausbauen und stärken. Nur so können wir nachhaltig die Situation verbessern. 

Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, die Standortbedingungen im Blick zu behalten und sie für Fachkräfte attraktiv zu machen. Dazu gehören bezahlbarer Wohnraum, Kindergärten und Schulen und viele weitere Dinge. 

Wir finden: Wer arbeitet, muss auch einen fairen Lohn bekommen! Das ist eine Frage der Gerechtigkeit. Ein angemessenes Einkommen ist die Grundvoraussetzung, um einen zufriedenstellenden Lebensstandard zu ermöglichen. Deshalb muss die Einhaltung und Durchführung von Tarifverträgen in Unternehmen durch die Stadt gefördert werden. Dafür setzen wir uns ein – denn nur so sind gute Löhne möglich. Der gesetzliche Mindestlohn stellt für uns die unterste Grenze dar – er darf nicht unterschritten werden, sollte aber wann immer möglich übertroffen werden.

Wer mit Aufträgen der Stadt Frankfurt gutes Geld verdienen will, soll auch seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angemessen bezahlen. Deshalb ist für uns klar: Aufträge der Stadt oder städtischer Unternehmen sollen nur an Firmen vergeben werden, die ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zumindest tarifliche Löhne bezahlen. Dies nennt sich Tariftreue. Die Stadt muss hier mit gutem Beispiel vorangehen! Dafür werden wir, auch gegen den möglichen Widerstand unserer Koalitionspartner von Schwarz und Grün, sorgen.

Gewerkschaften in Frankfurt 

Die Bedeutung von Gewerkschaften kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie geben Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern eine gemeinsame Stimme mit Gewicht. Sie kämpfen für gute Arbeitsbedingungen, fairen Lohn und Mitbestimmung. Für uns ist klar: Wir stehen hinter den Gewerkschaften und sie sind für uns wichtige Partner.

Arbeitslos in Frankfurt

Wir meinen: Jeder Mensch, der arbeiten will, sollte auch eine Arbeit finden. Es gibt heute in Frankfurt weniger Arbeitslose denn je, aber noch immer suchen Menschen vergeblich einen Arbeitsplatz. Wir haben uns dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit verschrieben! Wir wollen, dass jeder, der Hilfe sucht, diese bekommt.

Wir wollen Langzeitarbeitslosigkeit in Frankfurt zurückdrängen und Langzeitarbeitslosen Möglichkeiten bieten, erneut in den Arbeitsmarkt einzutreten. Deshalb muss ein öffentlicher und sozialer Arbeitsmarkt geschaffen werden, in dem Langzeitarbeitslose die Chance erhalten, eine Arbeitsstelle anzutreten, die sie im ersten Arbeitsmarkt nicht bekommen würden. 

Die Arbeitslosenquote in Frankfurt war 2018 so niedrig wie noch nie. Im März 2019 betrug die Zahl der registrierten Arbeitslosen 20.597. Das sind 2.017 weniger Menschen ohne Arbeit als im März 2018. Wir freuen uns über diesen Erfolg und betrachten ihn als Ansporn, dafür zu arbeiten, dass diese Zahl noch niedriger wird.

Neben der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter gibt es weitere Organisationen, die Arbeitslosen Hilfe anbieten. Hier möchten wir besonders das Jugendjobcenter, das JJC, hervorheben. Es hilft jungen Menschen, die Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden, oder weitere Unterstützung brauchen. Als SPD fördern wir diese Einrichtung. Sie schafft Möglichkeiten für junge Menschen, in den Arbeitsmarkt einzusteigen. 

Auch für Arbeitslose oder Beschäftigte mit Schulden gibt es stadtweite, kostenlose Beratungsstellen. Die Schuldner- und Insolvenzberatungen sind für alle Stadtteile flächendeckend sichergestellt. Neben der Beratung bieten diese Einrichtungen sozialpädagogische Hilfen, versuchen eine Neuverschuldung zu verhindern, helfen bei der Entschuldung und bemühen sich um die persönliche Stabilisierung. 

Die Stadt Frankfurt am Main als Arbeitgeberin 

Die Stadt Frankfurt am Main ist selbst eine große Arbeitgeberin. Über 13.000 Menschen sind hier Mitarbeiterin oder Mitarbeiter. Die Stadtverwaltung hält in über 62 Ämtern, Betrieben und Dienststellen ein vielfältiges Arbeitsangebot bereit. Uns ist wichtig, dass die Arbeit für die Stadt gut bezahlt wird und sicher und menschengerecht ist.

Für mehr Informationen zur Stadt Frankfurt als Arbeitgeberin: https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php/detail.php?id=3524

Familien liegen uns besonders am Herzen! Deshalb soll die Stadt Frankfurt eine familienfreundliche Arbeitgeberin sein. Es gibt daher unterschiedliche Teilzeitmodelle, Beurlaubungsmöglichkeiten, ein Comeback-Programm nach der Elternzeit oder Beurlaubung, individuelle Arbeitszeitregelungen und Hilfen für Männer, die sich stärker in die Familienarbeit einbringen wollen.

Wir glauben fest daran, dass jeder Mensch einen wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten kann. Alle Menschen sollten das Recht haben, eine Arbeit zu finden – auch wenn sie ein Handicap oder eine Behinderung haben. In der Stadtverwaltung gibt es bereits viele Menschen mit Handicap. Die Einstellung von schwerbehinderten Menschen wird besonders gefördert. Dazu gehört auch, dass Arbeitsplätze barrierefrei erreichbar und nutzbar sind.

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Dieser einfache Satz steht im Grundgesetz. Und dennoch werden Frauen bis heute gerade im Arbeitsleben benachteiligt. Wir finden das unerträglich und wollen auch hier in der Stadtpolitik von Frankfurt alles dafür tun, dass Frauen und Männer endlich wirklich gleichberechtigt sind! Besonders viel Einfluss haben wir dabei natürlich bei der Stadt als Arbeitgeberin selbst und den städtischen Betrieben. Wir stehen für Chancengleichheit und wollen die berufliche Weiterentwicklung von Frauen fördern. Auch die Gleichstellung von Frauen und Männern in Bezug auf das Elternjahr ist unser Anliegen. Deshalb möchten wir Vätern näherbringen, dass auch sie neben den Müttern eine Auszeit für ihr Kind nehmen können und weiterhin durch ihren Arbeitgeber unterstützt werden. Die familiäre Sorgearbeit muss gefördert und ermöglicht werden. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nicht nur Müttern, sondern auch Vätern zu vermitteln. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass die Stadt Frankfurt als Arbeitgeberin Informationsmöglichkeiten für Väter anbietet. Den Dialog zwischen Arbeitgebern und Eltern unterstützen wir. 

Gute Bildung endet nie. Deshalb sind uns berufliche Weiterbildung und Qualifizierungen sehr wichtig. Die Stadt Frankfurt bietet ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern viele Fortbildungsmöglichkeiten. Ein eigenes, umfangreiches Fortbildungsprogramm mit weit über 300 Qualifizierungsmaßnahmen ist dabei ein starkes Angebot. Dies umfasst sogar eine komplette berufliche Neuorientierung. Das unterstützen wir gerne!

Die Stadt Frankfurt hält für junge Menschen viele Möglichkeiten bereit, eine Ausbildung zu absolvieren. 62 Ämter und Betriebe, wie das Bürgeramt, Ordnungsamt, Jugend- und Sozialamt, das Grünflächenamt, der Zoologische Garten oder die Stadtentwässerung, offerieren ganz unterschiedliche Ausbildungsgänge.

Wir begrüßen, dass hierbei die Diversität der Stadt Frankfurt abgebildet wird. Wir setzen uns für ein anonymisiertes Auswahlverfahren ein, damit der Auswahlprozess neutral gestaltet wird. In diesem Zusammenhang freuen wir uns, dass die Stadt Frankfurt dieses Verfahren gegenwärtig erprobt. 

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