Städtischer Handwerkerhof – Heimat für Handwerk und produzierendes Gewerbe

Ein Beitrag von

Ihr Stadtverordneter für die Ausschüsse Planen und Bauen, Wirtschaft und Frauen sowie Recht, Verwaltung & Sicherheit.

Die Flächen zum Wohnen und Arbeiten in Frankfurt sind knapp und werden immer teurer. Und so fragen sich viele Menschen, die Räumlichkeiten für ihre Betriebe in der Stadt brauchen, ob es sich für sie überhaupt noch lohnt, in Frankfurt zu arbeiten. Meist sind es kleine Betriebe aus der Dienstleistungsbranche und aus dem produzierenden Gewerbe, für die unsere Stadt angesichts der steigenden Mietpreise für Gewerbeflächen nicht mehr attraktiv zu sein scheint. Aber gerade Angestellte im Handwerk – seien es Fahrradmechanikerinnen und Fahrradmechaniker, Klempnerinnen und Klempner oder Schuhmacherin und Schuhmacher – sind auf bezahlbare Flächen mit einer guten Infrastruktur angewiesen. Handwerksbetriebe sind ein wichtiger Teil des Wirtschaftsstandortes Frankfurt. Genau das sollten wir sie auch spüren lassen.

Ein Handwerkerhof für Frankfurt – wie sieht das Konzept aus?

Ich freue mich sehr, dass unser Vorhaben eines städtischen Handwerkerhofes in Frankfurt an Fahrt aufnimmt. Ein solcher Handwerkerhof – auch „Gewerbehof“ genannt – soll Handwerks- und kleinen Betrieben des Dienstleistungs- und verarbeitenden Gewerbes ein attraktives Gewerbeflächenangebot bieten. Ein solcher Hof wird viele kleine und mittlere Betriebe in einem großen Gebäude beherbergen. Flächen können angemietet werden, die Organisation läuft zentral ab. Aktuell findet die Idee bei Betrieben großen Anklang. Kein Wunder, denn wer möchte nicht von einer guten Infrastruktur und fairen Mieten profitieren, die ein zukünftiger Handwerkerhof bieten wird? Dazu kommt, dass sich die räumliche Nähe und der rege Austausch positiv auf die einzelnen Unternehmen auswirken. Damit wird die Vernetzung untereinander gefördert und die Betriebe helfen einander – ich finde das eine unterstützenswerte Idee.

Was sind die Vorteile eines Gewerbehofes für Frankfurt?

Zu häufig müssen wir miterleben, wie alteingesessene Betriebe in die Nachbarregion von Frankfurt abwandern, weil die Räumlichkeiten dort zwar weiter vom Kundenstamm entfernt liegen, die Mieten aber einfach sehr viel günstiger sind. Die Verkehrswege werden jedoch auch länger und die Staus auf unseren Straßen nehmen weiter zu. Genau das möchten wir verhindern. Mit einem Gewerbehof (bzw. Handwerkerhof) wären es kürzere Wege von Betrieb zu Betrieb und zu den Kundinnen und Kunden. Gleichzeitig erhalten wir Arbeits- und Ausbildungsplätze in unserer Stadt. Denn klar ist auch, dass der Verlust von Gewerbebetrieben nicht nur bedeutet, dass wir gutes Fachpersonal in Frankfurt verlieren, sondern auch, dass die Stadt Frankfurt dadurch viel weniger Gewerbesteuer einnimmt. Geld, dass die Stadt gut für die soziale Absicherung von Frankfurterinnen und Frankfurtern ausgeben und in gute Bildung von Schülerinnen und Schüler investieren könnte.

Wir schaffen also attraktive Gewerbeflächen unter einem Dach, damit Betriebe stetig wachsen und sich besser vernetzen können. Die Gründe, wieso wir mit diesem Vorhaben die Attraktivität des gesamten Wirtschaftsstandortes Frankfurt stärken, haben wir genannt. Und ich hoffe, dass Sie nun genauso von der Idee überzeugt sind wie ich!

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