Corona – Was macht die Krise mit den Restaurants und Clubs in unserer Stadt?

Ein Beitrag von

Ihre Stadtverordnete für die Ausschüsse Soziales und Gesundheit sowie Wirtschaft und Frauen.

Seit Monaten hält uns das Coronavirus in Atem. Ganz erheblich hat es dabei die Gastronomie und noch stärker die Clubs und Diskotheken getroffen. Der Gastronomie sind strenge Hygienevorschriften auferlegt worden. Dazu gehört u.a. der Abstand von 1,5 Meter, der dazu führt, dass die Gasträume nicht mehr voll besetzt werden und die Restaurants nicht ihren kompletten Umsatz machen können. Generell sind die Einnahmen erheblich eingebrochen und viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mussten in Kurzarbeit gehen oder wurden entlassen. Das betrifft besonders 450-Euro-Kräfte. Bei den Clubs und Diskotheken ist eine Öffnung derzeit sogar noch gar nicht vorgesehen. Somit geraten immer mehr Inhaber und Betreiber in finanzielle Schwierigkeiten – zumal viele auch nicht so hohe Rücklagen haben, um diese finanziellen Ausfälle weiter aufzufangen.

Weniger Mietzahlungen als Unterstützung anbieten

Wir haben uns mit Vertreterinnen und Vertretern des Gastro- und Hotelverbandes (DEHOGA) getroffen. Hierbei wurde uns berichtet, dass das derzeit größte Problem die Mietkosten sind. Diese müssen weiterhin in vollem Umfang gezahlt werden und fressen so ganz schnell die Rücklagen auf. Bei Grundstücken, die der Stadt Frankfurt angehören, haben wir die Möglichkeit bei Entscheidungen mitzuwirken. So könnten beispielsweis über die bisher angebotenen Stundungen hinaus – solange es die strengen Corona-Auflagen gibt – die Mieten bzw. die Pachten gemindert und/oder weiter im Rahmen von Stundung erlassen werden.

„Stundung“ bedeutet das zinslose Hinausschieben der Mietzahlungen. Das heißt, die Miete darf offiziell später gezahlt werden. Dabei wird auch festgelegt, wie lange die Mietzahlung ausgesetzt wird und bis wann die Rückzahlungen geleistet werden müssen. Auf private Vermieter haben wir keinen Einfluss – auch sind dort grundsätzlich andere Voraussetzungen gegeben, beispielsweise, dass Vermieter selbst wirtschaftliche Probleme bekommen, wenn sie auf die fristgerechte Mietzahlung verzichten.

Kulturelle und gastronomische Vielfalt darf nicht Virus zum Opfer fallen

Frankfurt ist ein Tourismusmagnet, ein internationaler Messestandort und eine Stadt mit einer großen Anzahl an Sehenswürdigkeiten und kulturellen Einrichtungen. Die kulturelle und gastronomische Vielfalt Frankfurts ist weit über die Stadtgrenze hinaus bekannt. Ich möchte, dass die kulturelle und gastronomische Vielfalt nicht dem Virus zum Opfer fällt, weil die Stadt Frankfurt am Ende nicht bereit war, hier Lösungen zu finden. Es kann nicht sein, dass viele Betriebe für etwas zahlen müssen, das sie momentan aufgrund von Gesetzen und Ausnahme-Regelungen nur eingeschränkt oder gar nicht nutzen können. Stellen Sie sich vor, am Ende ist das Virus gedämmt und der „normale“ Alltag ist zurück. Es gibt wieder Messen und Touristen sind in der Stadt unterwegs – aber die vielfältigen Restaurants und Clubs sind dauerhaft geschlossen. Sie haben die Pandemie nicht überlebt. Was würde das für Frankfurt bedeuten? Ich möchte es mir nicht vorstellen und setze mich daher schon jetzt für den Erhalt der Restaurants und Clubs in Frankfurt ein!

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