Bündnis für mehr Ausbildung

Bündnis für mehr Ausbildung

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Ihre Stadtverordnete für die Ausschüsse Bildung und Schulbau, Diversität, Zusammenhalt, Beteiligung und Europa sowie Wirtschaft, Recht und Frauen

Bündnis für mehr Ausbildung!

Deutschlandweit fehlen - laut einer Umfrage unter Kinderbetreuungseinrichtungen - mehr als 125.000 pädagogische Mitarbeiter:innen. Bis zum Jahr 2030 werden es 230.000 sein. Weil so viele Erzieher:innen fehlen, können in 20 Prozent der Einrichtungen nicht alle Betreuungsplätze vergeben werden – fatal für alle Eltern. Keinen der ohnehin schon wenigen Betreuungsplätze zu ergattern bedeutet, beruflich zurückstecken zu müssen und in Folge den Lebensunterhalt häufig nur schwierig bestreiten zu können. Dazu kommt, dass Kinder in Kitas sprachliche Förderung erfahren und wichtige Freundschaften schließen.

Das Problem der fehlenden pädagogischen Fachkräfte in Kinderbetreuungseinrichtungen wie Krippen, Kindergärten und Horten ist kein neues. Neu ist allerdings das Ausmaß des Problems. Denn der Beruf mit den Kleinsten gilt wegen schlechter Rahmenbedingungen als unattraktiv. Aufgrund des hohen Personalmangels verteilt sich die Last auf den Schultern zu weniger Angestellter. Ohne eine ausreichende Anzahl Kolleg:innen ist die Arbeitsbelastung hoch und das Gehalt in einer teuren Stadt wie Frankfurt trotz Erhöhungen nicht auskömmlich. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Fachkräfte weiter. Ein Zustand, den wir nicht länger hinnehmen können.

Deshalb möchten wir das Kernproblem mit unserem Antrag „Bündnis für mehr Ausbildung“ lösen und den Nachwuchs im Bereich der Kinderbetreuung steigern. Dafür wollen wir die kommunale Strategie zur Ausbildung mithilfe eines neuen Bündnisses weiterentwickeln – das Bündnis für mehr Ausbildung. Als wichtigste Maßnahme sehen wir den Ausbau der Ausbildungsplatzkapazitäten bei den Trägern. Denn nur mit ausreichend ausgebildeten Fachkräften können wir ein Ausbrennen der Fachkräfte verhindern, die bislang in Betreuungseinrichtungen arbeiten.

Wir brauchen darüber hinaus weitere Möglichkeiten, die Attraktivität des Berufseinstiegs und der Berufstätigkeit zu steigern, zum Beispiel mit bezahlbaren Wohnungen für Auszubildende und Studierende. Auch finanzielle Zulagen für Fachkräfte müssen wir diskutieren. Gleichzeitig brauchen Menschen, die an einem Job in der Kinderbetreuung interessiert sind, eine individuelle Beratung über den besten Ausbildungsweg. So erleichtern wir den Einstieg in das Berufsfeld.

Von einem Bündnis für mehr Ausbildung erhoffen wir uns eine Erleichterung für alle Beteiligten – für die Kinder, die eine kindgerechte Betreuung erfahren, für die pädagogischen Fachkräfte, deren Arbeitsbedingungen verbessert werden und für die Eltern, die ihren Job damit nicht mehr an den Nagel hängen müssen, nur weil es nicht genügend Betreuungslätze gibt.

 

Hier findet ihr unseren Antrag Bündnis für mehr Ausbildung:

 

Und hier findet ihr unser Interview zu dem Thema mit Jana Beißert, der Gewerkschaftssekretärin des Landbezirkes ver.di Hessen

 

Bildquelle: oksix via Adobe Stock

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